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Paris März 2026

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Tag 1 – Montmartre und Sacré-Cœur – Der Charme des Künstlerbergs

Unsere Reise beginnt im Stadtviertel „Montmartre“. Nach der Ankunft spazierten wir direkt zur Kirche „Sacré-Cœur“ und zum „Place du Tertre“, wo Künstler ihre Werke ausstellen, man sich porträtieren lassen kann und Straßenmusiker für Stimmung sorgen. Der Sacré-Cœur thronte über uns – ein perfekter Startpunkt, um die Stadt zu überblicken. Paris wirkte von Anfang an entspannter, als wir es erwartet hatten. Kein Gedränge, keine Hektik. Die Straßen waren sauber, und die Atmosphäre war einfach fröhlich und gelassen. Sowohl bei den Einheimischen wie auch bei den Touristen.

**Fun Fact:** Montmartre war im 19. Jahrhundert das Zentrum der Bohème. Künstler wie Picasso und Van Gogh lebten hier. Der Name bedeutet „Berg der Märtyrer“ – der heilige Denis soll hier enthauptet worden sein.

Tag 2 – – Père-Lachaise – Ein Spaziergang durch die Geschichte

Den zweiten Tag beginnen wir mit einem Besuch des Friedhofs „Père-Lachaise“, eine der berühmtesten Nekropolen der Welt. Wir spazierten zwischen den Gräbern von Oscar Wilde, Frederic Chopin, Maria Callas und vielen anderen berühmten Persönlichkeiten. Die Atmosphäre war ruhig und fast meditativ. Besonders beeindruckend war das Grab von Jim Morrison, das mit Geschenken übersät war – ein Zeichen der Verehrung seiner Fans. Ganz zur Überraschung von Mattias, standen wir auf einmal bei einem Grab mit einer Maya-Stele – liegt doch nicht Miguel Angel Asturias, ein guatemaltekischer Schriftsteller und Gewinner des Literaturnobelpreises, auch hier. Wir haben nicht herausgefunden warum, denn er ist in Madrid gestorben.

Nach dem Friedhof sind wir im Arrondissement „Marais“ herumspaziert. Über die „Place de la Bastille“, „Bassin de l’Arsenal“, der „Pont d’Austerlitz“ zum „Hotel de Ville“ – dem Rathaus. Zu Abend gegessen haben wir in einem armenischen Restaurant – war wirklich gut – Armenische „Kasnudel“! Am Weg zum Hotel sind wir noch bei der „Porte Saint Denis“, einem Denkmal in Form eines Triumphbogens, vorbeigekommen.

**Fun Fact:** Père-Lachaise wurde 1804 eröffnet und ist mit über 70.000 Gräbern der größte Friedhof von Paris. Die Mauer und der Stacheldraht sollen nächtliche Besucher abhalten – besonders die Fans von Jim Morrison, die in den 1970er Jahren das Grab des Doors-Sängers zu einer Pilgerstätte machten.

Tag 3 – – Louvre, Jardin des Tuileries und Arc de Triomphe

Am dritten Tag besuchten wir den „Louvre“. Am Weg dorthin sind wir noch durch die Passage „Jouffroy“ gegangen – dies ist eine der vielen überdachten Passagen, die Paris zwischen den Häusern hat. Am Louvre angekommen, war die verkehrte-Glaspyramide im Innenhof unser erstes Fotomotiv. Drinnen waren wir überwältigt von der schieren Größe des Museums. Vor der Mona Lisa war es erstaunlich entspannt – viele Menschen, aber keine stundenlangen Schlangen, kein Geschubse. Wir waren überrascht, wie groß (ja richtig) das Gemälde ist. Der Louvre ist riesig! Wir haben viele Stunden darin verbracht – dabei haben wir sicher nicht alles so genau angeschaut, es sind einfach zu viele Eindrücke. Es ist wirklich überwältigend, jedoch sind wir auch der Meinung, dass durch das Ausstellen von sehr vielen unbekannten Künstlern die Ausstellung eigentlich viel zu groß ist.

Am Nachmittag ging es über den Park „Jardin des Tuileries“ auf die „Avenue des Champs-Elysees“, die wir bis zum „Arc de Triomphe“ (Triumphbogen) spaziert sind. Wir hatten Glück: Da wenig los war, kamen wir innerhalb von ein paar Minuten auf den Arc hinauf, wo wir die Nachmittagssonne und die tolle Sicht über Paris genossen haben. Als wir vom Arc runter gekommen sind, haben wir eine Militärparade mitverfolgen dürfen. Wir wissen nicht wirklich, was es war, trotzdem interessant zu sehen, wieviel Nationalstolz die Franzosen haben.

**Fun Fact:** Der Arc de Triomphe wurde 1806 von Napoleon in Auftrag gegeben, um seine Siege zu feiern. Unter dem Bogen liegt das Grabmal des unbekannten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg.

Tag 4 – – Musee d’Orsay, Musee de l’Orangerie, Domes des Invalides, Place de la Concorde und Opera Garnier

Unser vierter Tag stand wieder ganz im Zeichen der Kunst. Am Weg zum „Musee d’Orsay“ sind wir noch durch eine weitere Passage spaziert, die „Passage des Panoramas“. Das Musee d’Orsay hat uns sehr beeindruckt. Eine alte riesige Bahnhofshalle wurde zu diesem Museum umgebaut. Die originalen Uhren sind noch vorhanden und funktionieren sogar! Wir haben ein paar neue Künstler entdeckt, die wir vom Namen wohl kannten, jedoch nicht so präsent hatten wie Gustave Caillebotte oder Alfred Sisley. Am frühen Nachmittag sind wir weiter ins „Musee de l’Orangerie“, in welchem eine sehr schöne Claude Monet Ausstellung ist. Diese wurde mit ihm gemeinsam umgesetzt und beinhaltet ganz große Bilder seiner berühmten Seerosen. Dies war sehr besonders für uns, weil wir vor 2 Jahren in Frankreich in Giverny in seinem Haus und Atelier waren, wo auch der Seerosenteich ist, den er für das Museum gemalt hat. Über die Brücke „Pont Alexandre III“ sind wir das erste Mal auf die Südseite der Seine geschlendert. Unser nächstes Ziel: Das „Hotel des Invalides“ bzw. der „Dome des Invalides“. Eine Militär-Einrichtung, in der unter anderem Napoleon I. Bonarparte in einem gewaltigen Steinsarkophag, in fünf ineinander geschachtelten Särgen, beigesetzt ist. Ein imposantes Gebäude, eine ehemalige Kirche, die, wie so viele andere Gebäude in der Stadt, den Größenwahn der Könige, Kaiser und Militärs, ganz speziell in der Zeit von 1500-1900, zeigt. Am Weg zurück Richtung Hotel sind wir über die „Place de la Concorde“, auf der ein originaler Obelisk aus Luxor steht, Richtung „La Madeleine“, einer Kirche im römischen Stil, und dann an der „Opera Garnier“ vorbeigekommen – zu dieser mehr am Tag 5.

**Fun Fact:** Der Obelisk auf der Place de la Concorde ist über 3.300 Jahre alt und stammt aus dem Tempel von Luxor. Er wurde 1836 nach Paris gebracht.

Tag 5 – – Cédric Grolet, Nationalbibliothek, Opera Garnier, Chapelle Expiatorie

Der Höhepunkt des Tages: Ein Besuch beim Konditor Cédric Grolet. Seine Kreationen sind nicht nur optisch ein Traum, sondern schmecken auch himmlisch. Besonders die Blume mit Baiser und Maroni hat uns begeistert. Die Vanilleschote sah perfekt aus, aber leider hat man die Vanille kaum geschmeckt. Trotzdem: Ja, der Hype ist berechtigt, die Preise (zu) enorm, aber es war ja Urlaub – das gleiche gilt für die Kalorien, die wir durch dieses Frühstück zu uns genommen haben. Ein Pain au Chocolat, ein Pain Swiss, eine Blume mit Baiser und Maroni und eine gefüllte Vanilleschote – wir wollen es gar nicht ausrechnen. Genossen haben wir die Teilchen in der Sonne im „Jardin du Palais Royal“. So gestärkt ging es Richtung Nationalbibliothek, wieder einmal ein ganz tolles Gebäude. Durch die „Galerie Vivienne“ sind wir dann weiter. Gleich um die „Ecke“ die „Opera Garnier“, für die wir am Tag vorher noch kurzfristig Besucherkarten bekommen haben. Ein wunderschönes Gebäude mit einer ganz interessanten Decke, welche von Marc Chagall bemalt wurde. Um das schöne Wetter auszunützen und Paris nochmals von oben zu sehen, sind wir gleich hinter der Oper auf die Dachterrasse des Luxuskaufhauses „Galeries Lafayette“. Einer der besten kostenlosen Aussichtspunkte von Paris. Aber auch das Kaufhaus selbst ist unglaublich. Da wir noch Zeit hatten, sind wir auch noch zur „Chapelle Expiatorie“. Sie ist eine Gedenkstätte für Ludwig XVI. und Marie-Antoinette, die auf diesem Friedhof begraben waren, bevor ihre Körper über 21 Jahre nach der Bestattung exhumiert und in die Basilika Saint-Denis umgebettet wurden. Um unsere 20.000 Schritte pro Tag noch zu erreichen, sind wir quer durch die Stadt, wieder beim Louvre vorbei und dem Kaufhaus „La Samaritaine“, über die Brücke „Pont Neuf“, um auch einmal die Stadtinsel „Île de la Cité“ zu besuchen. Hier besichtigten wir die neu renovierte Kathedrale „Notre-Dame de Paris“, welche wir nicht so beeindruckend fanden, und die „Conciergerie“. Die Conciergerie diente früher als Gefängnis. Zu den berühmten Gefangenen zählte Marie-Antoinette von Österreich-Lothringen, die Tochter von Kaiserin Maria Theresia, die hier auf ihre Hinrichtung wartete. Am Weg zurück zum Hotel sind wir noch im „Rivoli 59“ vorbeigekommen. Dies ist eine Kunstgalerie. Das Haus wurde 1999 von Künstlern besetzt, seit 2006 von der Stadt legalisiert und offiziell den wechselnden Künstlern als Atelierräume zur Verfügung gestellt. Auch wenn ein paar Bilder ganz interessant waren, hat uns nichts wirklich angelacht. Den Tag haben wir in einem libanesischen Restaurant (eine unserer Lieblingsküchen) ausklingen lassen.

**Fun Fact:** Die Opéra Garnier wurde 1875 eröffnet und inspirierte Gaston Leroux zu seinem Roman „Das Phantom der Oper“.

Tag 6 – – Das erste mal mit der Metro, Marche d’Aligre, Pantheon, Eiffelturm, Grand Palais

Unser vorletzter Tag. Nachdem die Stadt doch groß ist, haben wir uns entschlossen, auch einmal die U-Bahn zu nehmen (trotzdem hatten wir am Abend 30.000 Schritte auf der Uhr) und sind Richtung „Marche d’Aligre“. Ein schöner kleiner Markt, der nebenan im Park am Samstag einen Flohmarkt beherbergt. Ein paar lustige und schöne Sachen, aber auch viel Ramsch. Am Weg zum „Pantheon“ sind wir zufällig in die „Avenue Daumesnil“ gekommen und haben das Viadukt gefunden. Auf diesem Viadukt verläuft heute eine Promenade mit einem wunderschönen Spazierweg zwischen vielen Blumen und Sträuchern. Über die „Austerlitzbrücke“ ging es wieder an die südliche Seite der Seine und über den Park des Botanischen Gartens mit seinen sehr schönen blühenden Blumen zum Pantheon. Dies war einmal eine Kirche, die heute als Grabstätte für wichtige französische Bürger dient. Unter anderem liegen hier Marie Curie, Alexandre Dumas und Victor Hugo. Das Gebäude zeigt wieder den Größenwahn, der im 18. und 19. Jahrhundert hier geherrscht hat. Gleich um die Ecke mussten wir das Wohnhaus von „Emily“ (Serie „Emily in Paris“) anschauen. Über den Park „Jardin de Luxembourg“ sind wir zur U-Bahn und weiter zum Eiffelturm. Diesen haben wir uns nur von unten angeschaut, es war sehr viel los und Aussicht auf Paris hatten wir ja schon durch andere Bauwerke. Ein Aussichtspunkt, den wir vorab auf Instagram gefunden hatten, entpuppte sich als ein Platz, an dem wir sehr viel geschmunzelt haben – wir hatten ja in Paris schon sehr viele Influencer (oder Möchtegern-Influencer) gesehen, aber was wir hier erlebt haben, hat wirklich alles übertroffen. Ein Kommen und Gehen, von der Profifotoausrüstung bis hin zum Handy, von den High Heels bis zu barfuß, vom quasi nicht existenten Minirock bis zum Ballkleid. Jeder will an diesem Spot für seinen Account abgelichtet werden. Da das Wetter so schön war, haben wir uns entschieden, von hier aus zurück ins Hotel zu gehen, mit einem kleinen Umweg über das „Grand Palais“, ein Gebäude, das für die Weltausstellung 1900 gebaut worden ist, welches wir leider nicht besuchen konnten, da gerade ein internationales Springreitturnier stattgefunden hat. Weiter ging es über das „Petit Palais“, das nicht wirklich „petit“ (klein) ist und wir haben uns entschlossen, doch noch einmal zum Montmartre zu gehen, um die Liebesmauer zu sehen. Diese wird leider gerade renoviert, so konnten wir nicht wirklich in die Nähe kommen. Abgeschlossen haben wir den Abend in einem kleinen französischen Restaurant (Danke Monique), in welchem wir Zwiebelsuppe und Aligote (Kartoffelpüree mit Käse) gegessen haben.

**Fun Fact:** Der Eiffelturm war bei seiner Eröffnung 1889 das höchste Bauwerk der Welt und sollte ursprünglich nach 20 Jahren abgerissen werden. Heute ist er das Wahrzeichen von Paris!

Tag 7 – – Die Flohmärkte von Saint-Ouen

Unser Zug ging erst am Nachmittag, so konnten wir noch vom Hotel aus nach Norden zu den Flohmärkten von Saint-Ouen spazieren. Hier findet man von den Profi-Verkäufern, die stationär hier ihre Geschäfte haben, bis hin zum Sonntagsflohmarkt alles. Schon der Weg dorthin hat uns extrem gefallen, man kommt sich vor wie auf einem anderen Kontinent. Gemüsemarkt am Sonntag am Bürgersteig, Verkäufer, die wie in Marokko ihre Ware mit lautem Rufen anpreisen. Einfach genial. Abgeschlossen haben wir den Spaziergang mit einem wunderbaren Mittagessen in einem marokkanischen Restaurant, wo wir super Couscous mit Gemüse aus der Tajine gegessen haben.

**Fun Fact:** Die Flohmärkte von Saint-Ouen sind die größten der Welt und existieren seit dem 19. Jahrhundert. Hier findet man von Antiquitäten bis zu Vintage-Kleidung alles – und manchmal sogar echte Schätze!

Unser Resümee

Unser Resümee:**

  • Die Dimensionen der historischen Gebäude sind atemberaubend.
  • Die Vielfalt der Museen ist unglaublich.
  • Das Essen war fantastisch – von Croissants bis zu georgischen Spezialitäten.
  • Die entspannte Atmosphäre hat uns überrascht.
  • Wir wissen jetzt was der Begriff „Rinnstein“ bedeutet.
  • Unser kleines Hotel „Paradis“ haben wir nicht fotografiert.
  • Ja, der Hype ist es wert!**
  • Wir sind im Schnitt **20.000 Schritte pro Tag** gelaufen – insgesamt etwa 120 km! Aber es war jede Mühe wert!

**Bis bald, Paris!**

Gertrud & Mattias

 

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